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Österreich/Luxemburg 2018, DCP, in Farbe

Regie: Markus Schleinzer, mit Makita Samba, Kenny Nzogang, Alba Rohrwacher

111 Min., französisch-deutsche O.m.U.

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Über die rätselvolle Figur des Angelo Soliman (um 1721-1796), der als Kind aus Afrika von Sklavenhändlern nach Europa verschleppt und zwangseuropäisiert wurde, weiß man wenig. Über ihn kursieren allerlei Anekdoten und Behauptungen, die sich nicht eindeutig belegen lassen. Welche Projektionsfläche dieser Mensch zu seinen Lebzeiten war und es offensichtlich bis heute geblieben ist, dem geht der österreichische Filmemacher Markus Schleinzer in seinem Film Angelo nach. An die Möglichkeit, Geschichte filmisch einfach abbilden zu können, glaubt er nicht, stattdessen entwirft er durch Ausstattung und Kostüme ein stimmiges Universum aus zusammengetragenen Versatzstücken und Stilmitteln verschiedener Zeitepochen. Dabei versucht er, Begriffen wie Heimat, Identität, Zugehörigkeit, Fremdheit auf die Spur zu kommen.

Als kleiner Junge von einer französischen Comtesse am Wiener Hof auserwählt, getauft und großgezogen, genoss Angelo die Bildung der Elite und erhielt Privilegien auf Zeit. Als sogenannter „Hofmohr“ wurde er von Herrn zu Herrn bis zum Kaiser weitergereicht und nach seinem Tod fürs Kuriositätenkabinett präpariert.