Vereinigtes Königreich 2019, DCP, s/w

Regie: Mark Jenkin, mit Edward Rowe, Simon Sheperd, Mary Woodvine

88 Min., englische O.m.U.

Offizielle Website

Er habe schon immer einen Film über den Fischfang realisieren wollen, gedreht auf 16mm, in Schwarzweiß, schmutzig und mit grober Körnung, Aufnahmen von Gesichtern machen, von arbeitenden Händen, von den rauen Ecken, schonungslos, wild, handfest, real – so beschreibt der britische Regisseur Mark Jenkin seinen Film Bait (Köder).

In einem Dorf an der Küste von Cornwall sind die Lebensbedingungen aus dem Gleichgewicht geraten. Wo man früher vom Fischfang leben konnte, fallen heute reiche Londoner Touristen ein und bedrängen die Einheimischen. Auch die Brüder Steven und Martin liegen im Clinch. Als Fischer ohne Boot muss Martin notgedrungen seine Netze und Körbe am Strand und in den Buchten auslegen, denn der vom Vater geerbte Kutter wird von Steven für lukrativere Ausflugsfahrten mit Party-Passagieren an Bord genutzt …

Formal greift Jenkin zu ungewöhnlichen, höchst sinnlichen Gestaltungsmitteln, die man in Anlehnung an Eisensteins Montage der Attraktionen als eine Montage der Kollisionen bezeichnen könnte und durch die Bild und Ton in ein lebendig-dynamisches Wechselverhältnis gesetzt werden.