USA 2023, DCP, in Farbe und s/w

Regie: Amanda Kim

107 Min., englisch-koreanische O.m.U.

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🎥 Trailer

»Das Fernsehen hat uns ein Leben lang attackiert, jetzt schlagen wir zurück«.

Nam June Paik war ein Ausnahmekünstler, der bahnbrechend viele Phänomene unserer heutigen digitalen Epoche zu einer Zeit voraussah und aufgriff, als die Medienwelt noch völlig analog funktionierte. Er floh aus dem kriegsgeschüttelten Korea zunächst nach Japan, ging von da aus nach Deutschland und schließlich in die USA. Während seiner Professur in Düsseldorf war er Mitglied von FLUXUS und kooperierte mit Joseph Beuys.

Ursprünglich von der Musik kommend, interessierten ihn bei Filmen kaum der Plot, sondern vielmehr das bunte Flimmern, die Töne und Nebengeräusche. Er veränderte elektronisch Videos und Filme – stets mit einer gehörigen Portion Ironie und Humor gewürzt. So machte er seinem Publikum deutlich, dass sich das Bild von seinem Inhalt, vom Dargestellten trennen lässt.

Für die Regisseurin Amanda Kim gehört Nam June Paik zum koreanischen Nationalerbe. Sie portraitiert diesen Avantgarde-Künstler bunt, spritzig und unterhaltsam.