Schweiz 2017, DCP, in Farbe

Regie: Cyril Schäublin, mit Sarah Stauffer, Nikolai Bossardt, Fidel Morf

71 Min., schweizerdeutsche O.m.U.

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Alice Türli arbeitet in einem Callcenter in der Vorstadtperipherie von Zürich, wo sie Unbekannten Angebote eines Internetanbieters oder Krankenkassenverträge aufschwatzen muss. Mit den dadurch quasi als Beifang erhaltenen Informationen entwickelt sie kriminelle Energien und bringt eine alte Dame mittels des „Enkelin-Tricks“ um ihre Ersparnisse. Um diese Geschichte herum erkundet der Film Orte und Menschen in Zürich, welche alle auf seltsame Weise mit der Tat von Alice in Verbindung stehen. Alles scheint reibungslos zu funktionieren und doch scheint nichts und niemand vom Fleck zu kommen ...

Cyril Schäublins eigenwilliges, von trockenem Humor und einer fast eingefroren wirkenden Lakonie durchzogenes Langfilmdebüt ist eine Einladung zum Beobachten. „Wann zuletzt haben wir einen so bösen, radikal präzisen und in der Bildsprache so konsequenten Schweizer Film gesehen? Und warum nur verlässt man das Kino so leichtfüßig beschwingt und mit einem Schmunzeln im Gesicht, das sich nur noch vertieft, wann immer man an den Film zurückdenkt? Cyril Schäublins Dene wos guet geit verstößt so ziemlich gegen alles, was man von einem spannenden Film erwarten kann – und verzaubert genau dadurch.“ (Alfred Schlienger, NZZ)